Ende 1983 entstanden erste konzeptionelle Überlegungen für eine Anlaufstelle für Arbeitslose in Limburg. Hintergrund damals waren die hohen Arbeitslosenzahlen von fast 2 Millionen in der Bundesrepublik.
"Der Arbeitslosentreff wäre missverstanden, wollte man in ihm einen wirksamen Beitrag zur Überwindung der Arbeitslosigkeit sehen. Auch kann er kein Ersatzarbeitsamt sein. ....
Gerade unter dem Aspekt starker psychischer und sozialer Belastung bei den Arbeitslosen, deren Folge häufig Apathie und Handlungsunfähigkeit ist, soll der Arbeitslosentreff dazu beitragen, Isolation und Hoffnungslosigkeit der Arbeitslosen zu überwinden und zum individuellen wie gesellschaftlichen Handeln anregen..." (aus: Entwurf für ein Konzept "Arbeitslosentreff in Limburg“, H. Zingel, 1983).
In gemeinsamer Verantwortung der Dezernate Jugend und Erwachsenenarbeit wurde das Projekt in Angriff genommen: Mit Hilfe zweier AbM-Kräfte wurde der "Arbeitslosentreff in Limburg“, Weiersteinstraße 13, am 1. April 1984 bezogen. Die offizielle Einweihung fand statt am 25. Mai 1984.
Entsprechend den ursprünglichen Ideen, war der Arbeitslosentreff Anlaufstelle und Beratungsstelle für Arbeitslose. Wie auch heute noch gehörten unter anderem Begleitung bei Behördengängen, Hilfe bei Bewerbungsschreiben, und Vermittlung von Diensten in Konfliktfällen zur Arbeit des Arbeitslosentreffs Limburg. Hinzu kamen politische Bildungsarbeit und Freizeitangebote für junge und ältere Arbeitslose.
„Kochen ist Krieg“ ist der Titel des 2009 erschienen Buches von Gregor Weber. In diesem empfehlenswerten Werk beschreibt der beliebte „Tatort Kommissar“ und ehemalige „Stefan-Darsteller“ bei „Heinz Becker“ seinen Werdegang als Kochlehrling in diversen interessanten Küchen in Deutschland. Der Schauspieler begann seine Ausbildung zum Koch erst spät, Mitte der 30er-Jahre, was uns als Beratungsstelle zur Jugendberufshilfe dazu bewog, mit ihm über die späte Ausbildungsentscheidung, aber auch über das Erleben während der Ausbildung zu sprechen. Mit der Residenzbuchhandlung in Weilburg fanden wir einen guten Kooperationspartner, im Hotel Lahnschleife in Weilburg den geeigneten Raum für das Gespräch mit anschließender Autorenlesung. Die kurzweilige, mal ernste, mal lustige Veranstaltung fand statt am 29.01.2010 (bei starkem Schneetreiben), zugegen waren ca. 80 interessierte Zuhörer. Ein gelungener Abend!
Im Bild, von links nach rechts: Stefan Grösch (jobaktiv, Interview), Gregor Weber, Joachim Kinedt (Residenz Buchhandlung Weilburg)
Am 27.09.2009 lädt jobaktiv ein, "um 25 Jahre engagierte Arbeit zum Wohle junger Menschen" zu feiern und die Option, dies im Rahmen der Jugendberufshilfe im Bistum Limburg auch weiterhin zu tun.
Zahlreiche Kooperationspartner (Paten, Vertreter von Schulen, Beratungsstellen und Jugendpflegen, aus Kirche, Stadt und Landkreis, ehemalige MitarbeiterInnen und Freunde von jobaktiv kommen und erleben ein festliches Programm mit Rück- und Ausblicken, Improvisationstheater und feierlichem Gottesdienst.
Betriebsbesichtigung bei der Firma Carl Eichhorn GmbH in Niederbrechen. (Wellpappe)
Seit 2006 veranstaltet jobaktiv (Stefan Grösch) gemeinsam mit der Jugendpflege Runkel (Thomas Dornoff) im August bzw. September eine Last-Minute-Ausbildungsplatzbörse bei der bislang erfolglose Ausbildungsplatzsuchende bei der Eltern wertvolle Informationen und Tipps bekommen oder einen Beratungstermin vereinbaren können.
Beim Klettern kommt´s darauf an, aufmerksam und zuverlässig zu sein und sich aufeinander verlassen können. Eigenschaften, die auch im Berufsleben wichtig sind. Und noch etwas kommt dazu: es stärkt das Selbstbewusstsein und macht Spaß!
Wie den Teilnehmern aus dem Projekt Ost-West-Integration, mit denen Stefan Grösch (jobaktiv) am 3. März 2007 an der Kletterwand am Karlsheim Kirchähr trainierte.
Mit vielen engagierten Schülerinnen und Schülern der Klasse 8Ha der Goetheschule Limburg wird aus einem ausrangierten Linienbus ein bunt-bequemer Schülertreff.
Klaus Bach von jobaktiv und Michael Friedrich vom Jugendtreff Blumenrod (des Bezirkscaritasverbandes Limburg) planten dieses Projekt und führten es gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 8Ha durch. Nachmittags, nach dem Unterricht, planten und bauten sie unter fachkundiger Anleitung fast ein halbes Jahr und liesen sich auch trotze widriger Umstände (Zerstörungen und Bürokratie) nicht entmutigen, bis der Bus schließlich im September als Schülertreff der Goetheschule eingeweiht werden konnte.
Es nehmen Paten aus dem Bistum Limburg teil, die sich ehrenamtlich für Jugendliche einsetzen, aus dem Rhein-Lahn-Kreis (Berufswahlpaten), von der Erich-Kästner-Schule in Ransbach-Baumbach und aus dem Kirchenbezirk Limburg (Patenprogramm jobaktiv).
Bei diesem Grundlagenseminar geht es u. a. um die Eigenmotivation der Paten, um die Situation von Jugendlichen in der Adoleszenz und um "die Werkzeuge" für die Arbeit der Paten.
In Kooperation mit dem Caritasverband starten wir das Projekt "Profi-Team". Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Limburg-Weilburg werden hier junge Leute bei der Antragsstellung für SGB-2-Leistungen (bzw. "Hartz-IV-Leistungen") unterstützt, ein Profiling wird durchgeführt und weitere Schritte besprochen, die die (Wieder-)Eingliederung in Arbeit fördern.
Das bis dato bundesweit einmalige Projekt endete nach 3 Jahren am 01.Juni 2009 aufgrund veränderter Ausschreibungsmodalitäten der AA. Bis dahin wurden ca. 2.500 junge Menschen bis 25 Jahre beraten, dies in ca. 9.000 Stunden face-to-face Beratungskontakt.
Als erfolgreiches Team arbeiteten zusammen:
(Foto von links nach rechts): Sandra Willig, Maraike Bünker, Maria Jurecek, Alex Schönsiegel, Stefan Grösch (Teamleiter); nicht auf dem Bild, aber dennoch dabei waren zudem Nicole Grießmer, Jenny Kirchberg, André Jung
zweitägiges Bewerbungstraining mit der Oranienschule Altendiez in Kirchähr (eines von vielen, die wir seit 2002 mit Schulen und Jugendtreffs durchführen)
jobaktiv beteiligt sich an den Vorbereitungen und der Durchführung der Tage der Begegnung (11. bis 15.08.2005) im Bistum Limburg und dem anschließenden Weltjugendtag (16. bis 21.08.2005) in Köln.
"Im Bann der bunten Schlange" - jobaktiv beteiligt sich mit einem Bauvorhaben an dem LOS-Projekt in der Limburger Nordstadt: Jugendliche entwerfen und bauen gemeinsam - unter fachkundiger Anleitung - eine "Sitzschlange", die seither ein farbenfroher Treffpunkt ist.
seit Herbst 2004 unterstützt ein zum Beratungsmobil ausgestatteter Bus die aufsuchende Beratungsarbeit im Kirchenbezirk Limburg. - Jugendclubs oder Kirchengemeinden können uns anfordern.
"Moderne Zeiten - Eine Veranstaltungsreihe zu Ausbildung, Arbeit, Aussichten." - gemeinsam mit dem Walter-Adlhoch-Haus, Bezirkscaritasverband Limburg, dem BürgerSchreck - Zeitung für mehr Fairständnis und ELITE, dem Arbeitslosentreff Limburg.
Die angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen von 1994 ausgesprochene Hoffnung von Bischof Kamphaus („Wir hoffen, dass wir nicht den 20. oder 25. Jahrestag feiern müssen“) geht nicht in Erfüllung – jobaktiv „feiert“ sein 20-jähriges Bestehen.
das Konzept der Beratungsstelle wird überarbeitet
jobaktiv führt eine Umfrage zur Ausbildungszufriedenheit bei Auszubildenden im Landkreis Limburg-Weilburg durch.
jobaktiv führt eine Umfrage zur Ausbildungsbereitschaft bei Firmen im Landkreis Limburg-Weilburg durch.
neben dem Patenprogramm, das jobaktiv im Kirchenbezirk Limburg durchführt, begleiten wir seit Oktober 2002 die Berufswahlpaten im Rhein-Lahn-Kreis.
Web-Auftritt von jobaktiv – nun haben Ratsuchende auch online die Möglichkeit, sich über unsere Arbeit zu erkundigen und per email Anfragen zu stellen.
Start des Projekts jump2work. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung (GAB) in Limburg führen wir dieses Projekt durch, eine Kombination aus Anlaufstelle mit Beschäftigungsangebot und aufsuchender Arbeit. Jobaktiv stellt dazu die Diplompädagogin Susanne Weier ein, der es sehr erfolgreich gelingt, zu Jugendlichen, die schon die verschiedensten Maßnahmen abgebrochen haben, anzusprechen und mit ihnen eine berufliche Perspektive zu entwickeln. – Wieder mal werden „fehlende finanzielle Mittel“ als Grund angeführt, so dass das Projekt zum 31.12.2003 auslaufen muss.
ist die Arbeit mit Schulen ein wichtiger Schwerpunkt: hierzu gehören regelmäßige Info-Veranstaltungen an Schulen und „maßgeschneiderte“ BewerberInnen-Trainings mit Schulklassen.
jobaktiv nach längerer Zeit wieder „voll besetzt“: mit 2,5 Stellen für BeraterInnen bzw. ReferentInnen und einer Verwaltungskraft.
das erste Patentreffen findet statt.
Die BAB wird zu jobaktiv - Beratungsstelle für Jugendberufshilfe im Bistum Limburg.
Umzug in unsere aktuelle Adresse: Diezer Straße 50c in Limburg.
in dieser Zeit übernimmt die BAB (später: jobaktiv) den operativen Teil der Fachstelle Jugendberufshilfe für den Landkreis Limburg-Weilburg; obwohl die Arbeit viele Erfolge zeigte (u.a.: Vernetzung der Sozialleistungsträger im Landkreis, Konzeptentwicklung, Umsetzung des Projektes jump2work) wurden die finanziellen Mittel im Rahmen der Operation „Sichere Zukunft“ der hessischen Landesregierung komplett und ersatzlos zum 31.12.2003 gestrichen und der entsprechende Erlass aufgehoben.
Neuorientierung und schließlich auch Neuausrichtung der Einrichtung: Konzentration des Aufgabenfeldes auf die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene (14-27 Jahre). Damit einher ging der Wechsel in die alleinige Trägerschaft des Dezernates Jugend im Bischöflichen Ordinariat Limburg.
Umzug der BAB in den Schlenkert 13 (ehem. Offizierskasino)
Die BAB wird Mitgesellschafter der neu entstandenen gemeinnützigen Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung in Limburg (GAB).
10-Jahres-Feier (Bischof Kamphaus: „Wir hoffen, dass wir nicht den 20. oder 25. Jahrestag feiern müssen“)
Der „Arbeitslosentreff“ wird zur "Beratungsstelle für Arbeit und Bildung“ (BAB). Träger sind nun der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), sowie die Dezernate Jugend und Erwachsenenarbeit des Bischöflichen Ordinariates, Limburg. Die BAB versteht sich als Beratungsstelle für alle arbeitslose und von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen, als Fachstelle für MultiplikatorInnen im Bistum und als Projektinitiator.
Durchführung verschiedener Beschäftigungsmaßnahmen, u.a.: Projekt Arbeiten & Lernen, Beschäftigungsprojekte für Langzeitarbeitslose Frauen, zusätzlich Durchführung versch. Einzelseminare (Bewerbungstrainings, Videoseminare, Jobbörse ...) bis Juli 2000, sowie Beratung von benachteiligten Jugendlichen (bis 12.1999 auch Beratung von Erwachsenen).
Initiierung einer Tauschbörse „Biete Nachhilfe, suche Gärtner“
Herbst 1985: Videoseminar als Projekt für Arbeitslose, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.
Gründung des Arbeitslosentreffs